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Ein Blick auf: Pulgasari

Der 1985 erschienene Film „Pulgasari“ ist auf dem ersten Blick ein generischer Godzillaabklatsch. Doch im Gegensatz zur Japanoechse, stammt Pulgasari nicht aus dem Land der aufgehenden Sonne, sondern aus Nordkorea und wurde direkt auf Befehl Kim Jong Ils in Auftrag gegeben.

Monster-Trash aus Nordkorea

Pulgasari spielt im Korea des 14. Jahrhunderts und umreist die Geschichte eines Kampfes von Bauern, respektive Rebellen, gegen die feudal-imperialistische Herrschaft.
Wären die Umstände unter denen dieser Film entstanden ist nicht so abenteuerlich, so könnte man Pulgasari als Standard Kaiju-Kost aus Fernost abtun. Für diesen Film lies der ehemalige Diktator Kim Jong-Il den Südkoreanischen Regisseur Shin Sang Ok und dessen Frau entführen. Diese sollten für ihn einen Monsterfilm nach Godzilla Manier verfilmen, natürlich mit entsprechend Revolutionärem Charakter:
Pulgasari und andere Filme unter Shin Sang Ok sollten die Nordkoreanische Filmindustrie ankurbeln und der Erlös der Filme schließlich zu mehr Unabhängigkeit des kleinen Landes führen. Shin Sang Ok und seine Frau entkamen der Gefangenschaft aber noch vor Release von Pulgasari. Er wurde daraufhin aus den Credits des Films gestrichen.

Bis auf die bisweilen kitschige Story und technische Unzulänglichkeiten wirken besonders die Schlachtenszenen monumental. Das Monster selbst ist ansehnlich genug um mit frühen Godzillas mitzuhalten. Für Genrefans und Kuriositätenkenner interessant.

Hinweise zum Filmzitat: Die Verwendeten Bilder dienen gemäß § 51 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz der Erläuterung und Analyse des Inhalts des besprochenen Films.

Quellen:
https://www.theguardian.com/film/2003/apr/04/artsfeatures1
https://www.welt.de/kultur/kino/article13780972/Fuer-seinen-Film-liess-Kim-Jong-il-sogar-kidnappen.html
http://birthmoviesdeath.com/2011/12/19/pulgasari-kim-jong-ils-kaiju-film

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