Ein Blick auf: Das Deutsche Kettensägenmassaker

In diesem Video bespreche ich den Film das „Deutsche Kettensägenmassaker“ von Christoph Schlingensief aus dem Jahr 1990. Obwohl dies mehr als nur Trash ist, hat die Geschichte erstaunlich viel Tiefgang.

„Das Deutsche Kettensägen Massaker“ zeichnet die ersten Stunden nach dem Mauerfall nach.
Wir folgen der Reise der jungen Clara über die nunmehr offene Grenze um sich schließlich mit ihrem Westdeutschen Freund Artur zu treffen.
Der Film macht direkt zu Beginn klar, dass die Geschichte überzeichnet ist.
So muss sich Clara, die in einer stilisierten, heruntergekommen, Leipziger Plattenbauwohnung ohne WC dafür aber mit Westfernsehen von ihrem überaus hässlichen Mann mit einigen Messerstichen entledigen.
Sie trifft an der Grenze den Grenzschutz, der trotz Öffnung an seinen bürokratischen Ritualen festhält und sein Vorgehen durch eben diese legitimiert.
Clara schlägt den überaus degeneriert gezeichneten Grenzschützer vor, doch mehr Fern zu sehen. Das würde bei der Bildung helfen.
Schließlich treffen sich Clara und Artur im Westen, welcher für den Rest des Films lediglich durch eine heruntergekommen Industriebrache beschrieben wird.
Clara trifft nun auf die Familie des Metzgers Alfred. Diese erinnert stark an die Familie von Leatherface aus Texas Chainsaw Massacre. Diese Familie, geprägt durch Inzest und Mordlust, hat es sich zur Aufgabe gemacht die nunmehr in den Westen kommenden Ostdeutschen zu ermorden und zu Wurst zu verarbeiten. Clara wird von der Familie gefangen genommen und wird Zeugin ihrer abscheulichen Taten. Alles unter dem Motto „Willkommen in der Freiheit“.

Die Brutalen Bilder dieses Films, werden durch das gewalttätige, schrille und hektische Schauspiel unterstrichen.
Natürlich ist „Das deutsche Kettensägen Massaker“ billigster Trash, dennoch schafft es der Film den gesellschaftlichen Konflikt seiner Zeit abzubilden und macht uns deutlich, dass Demokratisierung und gegenseitige Akzeptanz auch immer ein Gewaltakt ist

Hinweise zum Filmzitat: Copyright der hier gezeigten Ausschnitte
liegen bei der „DEM Filmproduktion“.Die Verwendeten Bilder dienen gemäß § 51 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz der Erläuterung und Analyse des Inhalts des besprochenen Films.

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